Schiefner lud Außenminister Gabriel zu action medeor ein

Außenminister und Vizekanzler Sigmar Gabriel besuchte auf Einladung des SPD-Bundestagsabgeordneten Udo Schiefner den Kreis Viersen. Für den Wahlkampftermin hatte Schiefner bewusst das größte, europäische Medikamentenhilfswerk action medeor in Tönisvorst ausgewählt. Vor Ort konnten sich Gabriel und Schiefner über Projekte informieren, die vom Auswärtigen Amt unterstützt werden. Von der weltweit tätigen Hilfsorganisation action medeor begrüßten Bernd Pastors, Siegfried Thomaßen, Dr. Thomas Menn und Christoph Bonsmann die SPD-Politiker. Nach der Führung durch das Medikamentenlager hatte die Lokalpresse noch Glelegenheit zum Gespräch mit dem Außenminister.

Ansehen konnten sich Schiefner und Gabriel, wie derzeit im Tönisvorster Medikamentenlager eine Hilfslieferung mit lebensnotwendigen Arzneimitteln und dringend benötigten Nahrungsmitteln zusammengestellt wird. Deren Versendung ist für Anfang September vorgesehen. Hierbei handelt es sich um eine erste Teilsendung im Rahmen eines Großprojektes der humanitären Soforthilfe.

Die erste Charge an Hilfsgütern umfasst essentielle Medikamente, medizinische Bedarfsartikel sowie therapeutische Zusatznahrung im Wert von rund 600.000 Euro und soll zunächst in die Stadt Juba im Südsudan gebracht werden. Von dort aus werden die 94 Paletten an insgesamt elf Gesundheitseinrichtungen in den Regionen Lakes, Warrap und Western Bahr el Ghazal verteilt. Der Südsudan ist seit dem 9. Juli 2011 ein unabhängiger Staat und gehört zu den ärmsten Ländern der Welt, trotz reichlich vorhandener Bodenschätze. Im Dezember 2013 kam es zum offenen Ausbruch eines bereits länger schwelenden Machtkonflikts zwischen dem südsudanesischen Präsidenten und seinen Kritikern. Der Konflikt dauert an, dehnt sich immer weiter entlang ethnischer Linien aus und hat sich zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen entwickelt. Die humanitäre Lage wurde durch eine Dürrekatastrophe im Frühjahr noch weiter verschärft: Aktuell sind mehr als sechs Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen und über fünf Millionen Menschen benötigen dringend Nahrungsmittelhilfe.